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Diese Seite fasst die Verordnung (EU) 2025/40 und die FAQ der EU-Kommission zusammen und beschreibt, wie Polygon One damit arbeitet. Sie ist keine Rechtsberatung. Die Kommissions-FAQ ist eine Auslegungshilfe und bindet weder nationale Behörden noch Gerichte. Prüfen Sie Ihren Einzelfall mit Ihrer Rechtsberatung.

Übersicht

Die technische Dokumentation (Anhang VII) ist der Nachweis, dass eine Verpackungseinheit die Anforderungen der Verordnung (EU) 2025/40 (PPWR) erfüllt — insbesondere die Stoffbeschränkungen nach Art. 5. Polygon One erzeugt sie je Verpackungseinheit aus den aktuellen Stamm-, Komponenten- und Nachweisdaten. Sie müssen kein Dokument selbst zusammenstellen: Die Plattform baut die vollständige Anhang-VII-Struktur automatisch auf.
Die technische Dokumentation ist unabhängig von der Konformitätserklärung verfügbar. Sie können sie jederzeit aus den aktuellen Daten der Einheit erzeugen — auch bevor eine EU-Konformitätserklärung ausgestellt wurde.
Sie finden die technische Dokumentation unter Stammdaten → Verpackungseinheiten auf der Detailseite jeder Einheit, im Abschnitt Konformitätserklärung.

Panel mit technischer Dokumentation und Konformitätserklärung auf der Detailseite der Verpackungseinheit

Was die technische Dokumentation enthält

Die erzeugte Dokumentation folgt der Struktur von Anhang VII (Modul A — Interne Fertigungskontrolle) und übernimmt das ZSVR-Musterdokument als Vorlage. Sie besteht aus den folgenden Abschnitten:
Nicht erfasste Angaben werden im Dokument ausdrücklich als „nicht erfasst” ausgewiesen — Polygon One erfindet keine Werte. So ist auf einen Blick erkennbar, welche Angaben noch fehlen.

Stoffkonformität nach Art. 5

Den Kern bildet die Stoffkonformität:
  • Schwermetalle — Summe aus Blei, Cadmium, Quecksilber und Chrom VI, Grenzwert ≤ 100 mg/kg. Je Komponente werden Messwert, Nachweisgrundlage und Messmethode ausgewiesen.
  • PFAS — nur für Komponenten mit Lebensmittelkontakt. Nachweis über eine Bestätigung oder über einen Gesamtfluorwert; < 50 mg/kg belegt dabei die Konformität mit den drei PFAS-Grenzwerten des Art. 5 Abs. 5 PPWR — der Screening-Weg folgt aus der Kommissions-Guidance. Die Gesamtfluor-Analytik ist der Ausgangspunkt der Durchsetzung (Kommissions-FAQ III.20); eine harmonisierte Prüfmethodik ist noch in Arbeit (FAQ III.19). Die Grenzwerte gelten für absichtlich zugesetzte und unbeabsichtigt vorhandene PFAS gleichermaßen (FAQ III.16); eine CAS-Liste wird nicht veröffentlicht (FAQ III.18).
Jeder Stoffwert trägt eine Nachweisgrundlage: Prüfbericht oder Lieferantenerklärung. Beide sind nach Art. 16 gültige Grundlagen — ein separater Laborbericht als Datei ist nicht zwingend erforderlich, eine Lieferantenerklärung genügt.
Die Recyclingfähigkeitsklasse (A / B / C bzw. Nicht recyclingfähig) ist ein deklarierter Wert. Die EU-Bewertungsmethodik nach Art. 6 wird per delegiertem Rechtsakt erwartet (voraussichtlich 2028) — Polygon One enthält keine Bewertungs-Engine, sondern gibt die von Ihnen angegebene Klasse wieder. Ebenso ist der Rezyklatanteil (Art. 7, Mindestquoten ab 2030) rein informativ.

Lücken und Bereitschaft

Bevor Sie die Dokumentation erzeugen, zeigt Polygon One direkt an der Komponente an, welche Angaben fehlen oder noch belegt werden müssen:

Lücken-Hinweise und Badges an den Komponenten einer Verpackungseinheit

Nur die fehlende Nachweisgrundlage ist eine echte Blockade. Alle übrigen Badges sind informativ und verhindern weder die technische Dokumentation noch die Konformitätserklärung.

Technische Dokumentation erzeugen

1

Verpackungseinheit öffnen

Navigieren Sie zu Stammdaten → Verpackungseinheiten und öffnen Sie die gewünschte Einheit.
2

Dokumentation generieren

Klicken Sie im Abschnitt Konformitätserklärung auf „Technische Dokumentation generieren (Deutsch)”. Das PDF wird sofort aus den aktuellen Daten der Einheit erzeugt und heruntergeladen (Dateiname TD-…​.pdf).Sind die Komponentendaten unvollständig, ist die Schaltfläche deaktiviert und weist mit dem Hinweis „Komponentendaten unvollständig — bitte zuerst vervollständigen” darauf hin.

Erzeugte technische Dokumentation als PDF

3

Bei Bedarf eine andere Sprache wählen

Der Pfeil rechts neben der Schaltfläche („Dokumentsprache wählen”) öffnet die Liste der erzeugbaren Sprachen — dieselben wie bei der Konformitätserklärung, aber ohne Sprachpflicht je Markt und ohne Sprach-ZIP.
Die hochgeladenen Nachweise (Prüfberichte, technische Zeichnungen, Lieferantenerklärungen) werden dem PDF als Anhang „Anlagen / Nachweise” angefügt, sodass die Dokumentation in sich geschlossen ist.

Alternativ: eigene Dokumentation hochladen

Verfügen Sie bereits über eine eigene technische Dokumentation, können Sie sie über „Technische Dokumentation hochladen” hinterlegen. Sie wird dann als Anhang-VII-Dokumentation der Einheit verwendet und mit dem Herkunfts-Chip Selbst hochgeladen gekennzeichnet: „Sie haben eine technische Dokumentation für diese Einheit hochgeladen. Sie wird als Anhang-VII-Dokumentation der Einheit verwendet.”

Eine vom Lieferanten bereitgestellte Dokumentation ersetzt Ihre nicht

Hat ein Lieferant eine technische Dokumentation bereitgestellt, erscheint sie mit dem Chip Vom Lieferanten bereitgestellt — sie wird aber nicht automatisch zur Anhang-VII-Dokumentation Ihrer Einheit. Polygon One sagt es ausdrücklich:
„Der Lieferant hat für diese Einheit eine technische Dokumentation bereitgestellt. Sie dient als Nachweis nach Art. 16 für die Anhang-VII-Dokumentation der Einheit — erstellen müssen Sie diese als Erzeuger selbst, das Erstellen ist nicht delegierbar. Nutzen Sie dafür „Technische Dokumentation generieren”.”
Sie können das Lieferantendokument herunterladen und als Nachweisgrundlage verwenden; die Anhang-VII-Dokumentation der Einheit erzeugen Sie weiterhin selbst.

Wenn Sie selbst Lieferant sind

Ist die Rolle der Verpackungseinheit Lieferant, heißt die Karte Technische Dokumentation (Anhang VII) statt „Konformitätserklärung” und trägt den Hinweis: „Als Lieferant erstellen Sie die technische Dokumentation (Anhang VII) für Ihre Abnehmer. Eine eigene Konformitätserklärung stellen Sie nicht aus.” Die technische Dokumentation ist dann Ihr gesamter Beitrag an dieser Stelle — es wird keine Konformitätserklärung von Ihnen verlangt.

Wenn die Erzeugung nicht möglich ist

Aufbewahrung

Nach der PPWR sind die technische Dokumentation und die Konformitätserklärung aufzubewahren:
  • Einweg-Verpackungen: 5 Jahre ab Ausstellung
  • Mehrweg-Verpackungen: 10 Jahre ab Ausstellung
Die Aufbewahrungsfrist wird mit der Ausstellung der Konformitätserklärung gestartet. Welche der beiden Fristen gilt, leitet Polygon One aus dem Schalter Mehrwegverpackung der Verpackungseinheit ab — Einweg (5 Jahre Aufbewahrung) oder Mehrweg (10 Jahre Aufbewahrung). Die technische Dokumentation selbst wird jederzeit aus den aktuellen Daten neu erzeugt.

EU-Konformitätserklärung (Anhang VIII)

So stellen Sie die Konformitätserklärung aus, holen sie von Lieferanten ein und setzen die Aufbewahrungsfrist.