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Übersicht

Wenn Sie einen Lieferanten um Verpackungsdaten für die PPWR-Compliance bitten, erhält er eine Verpackungsanfrage. Diese Seite zeigt, was der Lieferant sieht und wie er antwortet — damit Sie ihn gezielt unterstützen können. Der Lieferant hat zwei Zugänge, die zum selben Formular führen:
  • Einladungslink — der Lieferant beantwortet die Anfrage direkt über einen sicheren Link aus der E-Mail, ohne eigenes Benutzerkonto.
  • Angemeldeter Arbeitsbereich — hat der Lieferant ein Portal-Konto, findet er alle Anfragen unter Verpackungsdatenanfragen (/supplier/packaging-requests). Diese Liste dient der Übersicht; die Antwort erfolgt weiterhin über das Anfrageformular.
Der Lieferant kann die gesamte Anfrage allein mit dem Einladungslink beantworten. Der angemeldete Arbeitsbereich ist eine optionale Komfortschicht, um mehrere Anfragen an einer Stelle zu verfolgen.
Ein Link je Kunde. Der Lieferant behält pro Kundenbeziehung einen Link; weitere Anfragen desselben Kunden erscheinen unter demselben Link. Ist genau eine Anfrage offen, öffnet der Link diese Anfrage direkt. Sind mehrere offen, landet der Lieferant auf der Anfragenliste (siehe unten).

1. Die Anfragenliste

Im angemeldeten Portal listet Verpackungsdatenanfragen alle Anfragen der Kunden auf. Dieselbe Liste erscheint über den Einladungslink, wenn mehrere Anfragen offen sind. Über der Liste steht der Hinweis „Bearbeiten Sie jede Anfrage separat. Beginnen Sie mit den Aufgaben unter ‚Zu erledigen’.” Die Liste ist in zwei Abschnitte geteilt:
  • Zu erledigen — alles, was eine Aktion erfordert, mit Zähler („{n} Anfragen erfordern Ihre Aktion.”).
  • Abgeschlossen — „Übermittelte und stornierte Anfragen bleiben hier zur Referenz erhalten.” Dieser Abschnitt erscheint nur, wenn es solche Anfragen gibt.
Jede Zeile zeigt:
  • ob Verpackungseinheiten oder Komponenten angefragt sind, daneben den Status als Badge
  • „{n} Positionen angefragt” und den Anfragetyp
  • Von {Unternehmen}, Fällig am {Datum} (oder Keine Frist) und Eingegangen am {Datum}
  • genau eine Schaltfläche, deren Beschriftung sich nach dem Status richtet: Anfrage starten, Fortsetzen, Korrektur vornehmen oder Antwort ansehen. Bei stornierten Anfragen gibt es keine Schaltfläche — dort steht Keine Aktion erforderlich.
Ist unter Zu erledigen nichts offen, erscheint Alles erledigt — „Derzeit erfordert keine Verpackungsdatenanfrage Ihre Aktion.” Mögliche Status: Offen, In Bearbeitung, Übermittelt, Storniert und Änderungen angefordert.

2. Die Anfrage verstehen

Nach dem Öffnen sieht der Lieferant, wer die Anfrage gestellt hat, welche Verpackungseinheiten oder Komponenten betroffen sind, bis wann sie erbeten ist und die Nachricht des Kunden. Der Begrüßungsschritt erklärt den Zweck:
Ihre Angaben zu Materialien, Gewicht, Rezyklatanteil und Stoffen sind die Grundlage. Damit erstellt der Anfragende die ab dem 12. August 2026 erforderliche technische Dokumentation und die EU-Konformitätserklärung.
Jede neue Anfrage ist eine Datenanfrage: Der Lieferant erfasst die angefragten Angaben und sendet sie zurück (siehe unten).

3. Die Übersicht der Anfrage

Ihre Datenanfrage führt durch alle angefragten Positionen. Je Einheit zeigt sie einen Status — Offen, In Bearbeitung, Bereit oder Dokument geliefert — und einen Fortschritt („{ready} von {total} bereit · {n} per Dokument abgedeckt”). Ab mehr als einer Position gibt es zusätzlich eine Suche („Nach Name, Referenz oder Code suchen…”) und den Filter Nach Status filtern. Je Einheit findet der Lieferant:
  • die Komponenten aufgeklappt in der Zeile, jede mit eigenem Status und der Schaltfläche Daten erfassen bzw. Komponente hinzufügen;
  • den Dokument-Upload, ohne Zwischenschritt;
  • Delegieren als dritte, nachgeordnete Möglichkeit.
Unter einer unfertigen Zeile steht in Warnfarbe, was fehlt — „Fehlt: Schwermetalle” oder „Noch keine Komponentendaten erfasst.” Diese Zeile ist anklickbar und führt direkt an die Stelle, an der die Angabe eingetragen wird.

3a. Dokumente ablegen und lesen lassen

Die automatische Dokumentenauswertung steht nicht in jedem Arbeitsbereich zur Verfügung. Ist sie nicht aktiv, werden hochgeladene Dateien weder gelesen noch vorausgefüllt — Ihr Lieferant lädt sie hoch und trägt die Werte selbst in die Felder ein.
Über der Liste liegt die Ablagefläche „Unterlagen hier ablegen”. Der Lieferant legt dort seine Unterlagen ab, jede Datei bekommt eine eigene Zeile mit ihrem Endzustand, und wo die Zuordnung zu einer Einheit unsicher ist, wird er gefragt statt geraten. Den vollständigen Ablauf — Dateizustände, Zuordnungsfrage, neu erkannte Komponenten und die Kennzeichnung gelesener Werte im Formular — beschreibt Lieferantenportal. Unter „Ihre Dokumente” ist jede Zeile anklickbar und öffnet ein geführtes Fenster mit den Reitern „Dokument” und „Ihre Angaben”, in dem der Lieferant Datei und Formular nebeneinander abarbeitet und die Zuordnung zur Einheit ändern kann; hat er ein Dokument durchgegangen, kennzeichnet „Als Nächstes” das folgende. Diese Liste und das Fenster hängen nicht an der automatischen Auswertung — sie erscheinen, sobald zu einer Einheit ein Dokument hochgeladen wurde.
Ein Dokument ersetzt die Komponentendaten nicht: „Dokumente ersetzen die Komponentendaten nicht (z. B. Schwermetalle in mg/kg) – bitte tragen Sie diese hier zusätzlich ein.”

3b. Angefragte Felder im Formular

Haben Sie zu einer einzelnen Angabe nachgefragt — von Hand oder automatisch —, sieht Ihr Lieferant die Bitte direkt am betroffenen Feld als Kennzeichen „Vom Kunden angefragt”. Ein Klick darauf öffnet den Grund, das zitierte Dokument und, falls vorhanden, die Textstelle daraus.

Feld-Kennzeichen Vom Kunden angefragt am PFAS-Feld

Ihr Lieferant antwortet also im selben Feld und sendet mit dem üblichen Absenden zurück — er muss keine separate Anfrage bearbeiten. Das PPWR-Portal zeigt ihm seine offenen Punkte immer; einen Schalter wie im EUDR-Modul gibt es hier bewusst nicht.

4. Komponenten mit Materialdaten erfassen

Über Daten erfassen an der jeweiligen Zeile erfasst der Lieferant je Komponente die Materialdaten. Stammdaten:
  • Komponenten-ID (optional) und Komponente (Name)
  • Material (Kunststoff plastic, Papier / Karton paper_board, Glas glass, Metall metal, Holz wood, Verbund composite, Sonstiges other) und optional Polymer (PET pet, HDPE hdpe, LDPE ldpe, PP pp, PS ps, PVC pvc, Sonstiges other). Die Codes gelten für den Dateiimport; im Formular wählen Sie die Bezeichnung.
Nachhaltigkeitsdaten — Erforderlich für 2026 (Art. 5):
  • Schwermetalle (mg/kg) — Summe Pb+Cd+Hg+Cr VI, Grenzwert ≤ 100, mit Nachweisgrundlage (Prüfbericht oder Lieferantenerklärung) und optionaler Messnorm/-methode (Schwermetalle). Bei „Prüfbericht” wird die Datei direkt angehängt.
  • Produktkontakt — Schalter Kontaktsensitiv und Lebensmittelkontakt. Bei Lebensmittelkontakt erscheint der PFAS-Block: PFAS-konform, Gemessene PFAS (Summe, ppb), Gesamtfluor (mg/kg), Nachweisgrundlage und Messmethode (PFAS/Gesamtfluor).
Optional / ergänzend: Masse (g), Rezyklatanteil (%) (mit Quelle und Methode, sobald ein Wert angegeben ist), Notizen und eine optionale Technische Zeichnung.
Die Recyclingfähigkeitsklasse wird im Lieferantenformular nicht erfasst — sie ist ein deklarierter Wert auf Ebene der Verpackungseinheit. Eine Bewertungs-Engine gibt es nicht.
Viele Komponenten lassen sich über „Komponenten aus Datei importieren” als CSV/Excel auf einmal anlegen.

5. Dokumente hochladen

Der Lieferant hinterlegt seine Dokumente über die Ablagefläche oder Dokument hochladen (PDF, JPG, PNG, max. 10 MB). Welches Hauptdokument ihm mit dem Badge genügt angeboten wird, hängt von der Rolle ab, die Sie an der Einheit hinterlegt haben — bei Erzeuger, Lieferant und Fulfilment-Dienstleister die Lieferantenerklärung / technische Unterlagen, bei Importeur, Vertreiber und Bevollmächtigtem die Konformitätserklärung (DoC); die Einzelheiten stehen unter Lieferantenportal. Optional ergänzt er unter Weitere Nachweise (optional): Prüfbericht (Schwermetalle), Prüfbericht (PFAS), Rezyklat-Nachweis, Technische Zeichnung und Datenblatt / Sonstiger Nachweis. Im Panel Ihre Dokumente sieht der Lieferant alles, was er für diese Anfrage hochgeladen hat — einschließlich der Dokumente, die er Keine bestimmte Einheit zugeordnet hat; sie stehen dort unter Gesamte Anfrage. Vor dem Absenden kann er jedes davon wieder entfernen („Dieses hochgeladene Dokument wird aus Ihrer Antwort entfernt.”). Nach einer Wiedereröffnung verfolgt er dort den Prüfstatus jeder Datei — In Prüfung, Akzeptiert oder Abgelehnt (mit Ablehnungsgrund) — und kann abgelehnte Dokumente über Ersetzen bzw. Erneut hochladen austauschen.
Die inhaltliche Prüfung der Dokumente erfolgt beim anfragenden Unternehmen. Der Lieferant sieht kein Prüfurteil zu seinen Uploads — nur, dass sie gelesen wurden und welche Werte daraus in seine Felder übernommen wurden.

6. An Unterlieferanten delegieren

Bezieht der Lieferant Teile der Verpackung von einem eigenen Vorlieferanten, gibt er diese Positionen über „An einen Unterlieferanten delegieren” weiter: Er wählt die Einheiten oder Komponenten aus, trägt Name des Unterlieferanten und E-Mail des Unterlieferanten ein (das Land ist optional) und entscheidet sich für einen Einladungslink („Link erstellen”) oder den automatischen E-Mail-Versand („E-Mail senden”). Der Unterlieferant erhält eine eigene Anfrage unter eigenem Einladungslink, die Frist und Ihre Nachricht aus der ursprünglichen Anfrage übernimmt; er reicht sie selbst ein, und seine Daten fließen in diese Anfrage zurück. Bei Ihnen erscheint er als weiterer Lieferant; anders als im EUDR-Modul lässt sich seine Identität in PPWR nicht verbergen, und das Formular bietet Ihrem Lieferanten diese Möglichkeit auch nicht an. Zwei Grenzen, die Rückfragen sparen: Delegiert werden kann nur, solange Ihr Lieferant seine Antwort noch nicht übermittelt hat — danach nicht mehr, auch nicht, wenn Sie die Anfrage zur Korrektur wieder öffnen. Und jede Position geht nur einmal weiter; bereits delegierte Positionen stehen nicht mehr zur Auswahl und verschwinden aus der Liste, die Ihr Lieferant beantwortet. Braucht Ihr Lieferant später doch noch einen Vorlieferanten, fragen Sie die betreffenden Positionen direkt bei diesem an.

7. Der Nachrichten-Verlauf

Über Nachrichten kommunizieren Lieferant und anfragendes Unternehmen in beide Richtungen. Der Lieferant schreibt seine Nachricht und sendet sie mit Senden; der Kanal bleibt auch nach dem Absenden offen.

8. Absenden

Im Schritt Prüfen & absenden prüft der Lieferant seine Angaben und sendet sie ab. Vor dem Absenden gilt:
  • Mindestens eine erfasste Komponente oder ein hochgeladenes Dokument liegt vor.
  • Die Bestätigung „Hiermit bestätige ich die Richtigkeit und Vollständigkeit meiner Angaben.” ist gesetzt.
  • Für jeden angegebenen Art.-5-Stoff ist eine Nachweisgrundlage hinterlegt (sonst: „Absenden blockiert: Nachweisgrundlage für angegebene Substanzen fehlt”).
Nicht blockierend, aber deutlich: Sendet der Lieferant, ohne eine angeforderte Position beantwortet zu haben, oder nur mit Dokumenten und ohne ausgefüllte Datenfelder, erscheint zuerst ein Hinweisdialog („Noch keine angeforderten Daten beantwortet” bzw. „Datenfelder nicht vollständig ausgefüllt”) mit der Möglichkeit Trotzdem absenden. Mit „Antwort senden” geht die Antwort an das anfragende Unternehmen. Die Anfrage durchläuft dabei die Status Offen → In Bearbeitung → Übermittelt. Bittet der Kunde später um Korrekturen, wird sie erneut geöffnet (Änderungen angefordert), und die bisherigen Angaben stehen vorausgefüllt bereit.
Das Absenden ist die Bestätigung. Werte, die der Lieferant selbst eingetragen oder ausdrücklich übernommen hat, gelten mit der Übermittlung als bestätigt und landen direkt an Ihren Komponenten. Ein Wert, der nur vorbelegt und nie angefasst wurde, gilt nicht als bestätigt — er kommt bei Ihnen als offener KI-Vorschlag zur Prüfung an.
Solange Sie die Anfrage nicht abgeschlossen haben, ist „übermittelt” nicht gesperrt. Der Lieferant muss Sie nicht um eine Wiedereröffnung bitten: Er öffnet denselben Einladungslink, ändert seine Angaben und sendet eine Aktualisierung, die seine vorherige Antwort ersetzt — Sie werden dabei erneut benachrichtigt. Erst wenn die Anfrage abgeschlossen oder storniert ist, kommt er nicht mehr hinein und braucht Sie.„Korrektur anfordern” ist Ihre Zeilenaktion am Lieferanten, nicht seine — und sie wirkt auf alle derzeit übermittelten Antworten dieses Lieferanten: Jede betroffene Anfrage steht bei ihm danach auf Änderungen angefordert, mit seinen bisherigen Angaben vorausgefüllt, und er wird je Anfrage erneut benachrichtigt. Einen optionalen Grund schreiben Sie einmal; er landet im Nachrichten-Verlauf jeder zurückgeschickten Anfrage. Wie viele es waren, sagt Ihnen die Bestätigung.

9. Sicherheitscode und E-Mail für Sicherheitscodes

Ein Einmalcode wird verlangt, wenn der Lieferant Daten ändert, die er bereits übermittelt hat; das erste Ausfüllen wird nie unterbrochen. Der Code geht an ein Postfach, das der Lieferant selbst bestätigt hat — vorbelegt ist die Adresse, die Sie zu ihm hinterlegt haben, und ändern kann er sie nicht allein, sondern nur durch Bestätigung eines dorthin gesendeten Codes. Im Prüfpfad sehen Sie, an welches Postfach ein Code ging. Die vollständige Beschreibung steht unter Einmalcode und Sicherheitskontakt.