Übersicht
Wenn die Risikoanalyse bei einem Artikel Geo-Risiken (Entwaldung, Degradation) oder rechtliche Risiken erkennt, müssen diese behoben werden. Dafür steht Ihnen der Mitigierungsdialog zur Verfügung — ein zentrales Werkzeug, mit dem Sie Nachweise einreichen, bestehende Zertifikate verknüpfen oder Dokumente direkt vom Lieferanten anfordern können.Der Mitigierungsdialog
Klicken Sie bei einem offenen Risikokennzeichen (Geo oder Rechtlich) auf “Mitigieren”. Es öffnet sich der Mitigierungsdialog mit drei Optionen:
Option 1: Dokument hochladen
Laden Sie einen Nachweis direkt hoch, der das Risiko adressiert.- Unterstützte Formate: PDF, PNG, JPEG, TIFF, CSV, GeoJSON oder Textdateien (max. 50 MB)
- Zertifizierungsschema wählen (optional) — Wählen Sie z.B. FSC, PEFC oder RSPO aus, damit das System den Nachweis automatisch den passenden Compliance-Kategorien zuordnet
- Notiz hinzufügen — Beschreiben Sie den Kontext des Dokuments (z.B. „Waldbewirtschaftungsplan, gültig bis 2028”)
- Zertifikate
- Behördliche Genehmigungen zur Landnutzung
- Agroforstwirtschafts-Nachweise
- Landbesitzurkunden oder Pachtverträge
- Arbeitsinspektionsberichte oder Sozialaudits
- Umweltgenehmigungen oder Umweltverträglichkeitsprüfungen
- Zertifikate
Option 2: Bestehendes Zertifikat verknüpfen
Wählen Sie ein bereits hochgeladenes und verifiziertes Zertifikat aus Ihrer Dokumentenbibliothek.- Das System prüft automatisch, welche Risikokennzeichen durch das Zertifikat abgedeckt werden
- Anerkannte Zertifizierungen: FSC, PEFC, SFI, ISCC, Rainforest Alliance, RSPO, Fairtrade, RTRS, EU Organic
- Ein einzelnes Zertifikat kann mehrere Risikokategorien gleichzeitig abdecken
Option 3: Vom Lieferanten anfordern
Senden Sie eine E-Mail-Anfrage direkt an den Lieferanten über die Plattform.- Der Lieferant erhält eine Benachrichtigung mit dem spezifischen Risikokennzeichen
- Der Lieferant kann den Nachweis eigenständig über das Supplier Portal einreichen
- Sie werden per Benachrichtigung informiert, sobald der Lieferant reagiert
KI-Validierung
Nach der Einreichung wird jeder Nachweis automatisch durch die KI geprüft:- Dokumenttyp-Erkennung — Das System klassifiziert den Dokumenttyp und ordnet ihn den relevanten Risikokennzeichen zu
- Konfidenz-Bewertung — Die KI vergibt eine Vertrauensstufe für den eingereichten Nachweis
- Automatische Entscheidung — Bei hoher Konfidenz und keinen Unstimmigkeiten (Beispielsweise nicht übereinstimmendes Land) wird der Nachweis direkt akzeptiert. Bei niedriger Konfidenz oder kritischen Hinweisen wird eine manuelle Überprüfung ausgelöst
Validierungsstatus
| Status | Beschreibung |
|---|---|
| Akzeptiert | Nachweis wurde geprüft und akzeptiert — Risikokennzeichen wechselt zu „Risiko mitigiert” |
| Ausstehend | Nachweis wurde eingereicht und wird geprüft |
| Manuelle Prüfung | Die KI konnte keine automatische Entscheidung treffen — Sie werden per Benachrichtigung über das Ergebnis informiert |
| Abgelehnt | Nachweis war unzureichend — erneute Einreichung mit einem neuen Dokument erforderlich |

Mehrere Risiken auf einmal beheben
Sie müssen nicht jedes Risikokennzeichen einzeln bearbeiten. Über die Checkboxen können Sie mehrere offene Risiken auswählen und gemeinsam mitigieren:- Haken Sie die Risikokennzeichen an, die Sie beheben möchten
- Laden Sie einen Nachweis hoch oder verknüpfen Sie ein Zertifikat
- Reichen Sie alles auf einmal ein
Besonders praktisch, wenn ein einzelnes Zertifikat (z.B. FSC) mehrere Risiken gleichzeitig abdeckt.
FLEGT-Schnellweg
Fehlende oder abgelehnte Nachweise
Zusätzlich können Sie das integrierte Nachrichtensystem (unter Nachrichten) nutzen, um direkt mit Lieferanten zu kommunizieren:- Fragen zu eingereichten Dokumenten stellen
- Korrekturen anfordern
- Status-Updates austauschen