Im Bereich Artikel (Seitenleiste → Compliance → Artikel, /articles) verwalten Sie alle Produkte und Rohstoffe Ihres Unternehmens. Artikel sind die zentrale Datengrundlage für die EUDR-Analyse und die spätere DDS-Erstellung. Jeder Artikel hat einen Artikeltyp: entweder Einkauf (eingehende Waren) oder Verkauf (ausgehende Waren).
Die Vorlage laden Sie direkt an der Schaltfläche herunter: Öffnen Sie Artikel, klicken Sie auf den kleinen Pfeil rechts neben Importieren und wählen Sie Excel-Vorlage herunterladen (empfohlen) oder CSV-Vorlage herunterladen. Dort — nicht in den Einstellungen — liegt die Vorlage.
Einstellungen → CSV-Importe ist etwas anderes: Dort hinterlegen Sie einmalig die Spaltenzuordnung, wenn Ihre ERP-Datei andere Spaltenüberschriften trägt als die Vorlage. Sie brauchen das nur, wenn Sie Ihre eigene Datei importieren statt der Vorlage.
Die Excel-Vorlage (.xlsx) ist die empfohlene Vorlage. Sie enthält ein zweites Blatt „Anleitung” mit Pflichtstatus, Beschreibung und zulässigen Werten je Spalte. Die CSV-Vorlage ist die einfache Alternative ohne dieses Blatt. In codierten Spalten funktioniert immer der Code (z. B. purchase) — zusätzlich akzeptiert der Import die Bezeichnung, so wie Polygon One sie in Ihrer Anmeldesprache anzeigt (Einkauf).
Interne Artikelnummer — zugleich der Abgleichschlüssel des Imports
Beschreibung
Nein
Kurzbeschreibung
HS-Code
Ja (mit EUDR-Modul)
Code des Harmonisierten Systems — Grundlage der automatischen EUDR-Relevanzprüfung. Nutzer ohne EUDR-Modul können die Spalte leer lassen
GTIN / EAN
Nein
Global Trade Item Number / Europäische Artikelnummer
Gewicht pro Stück (kg)
Nein
Gewicht pro Stück in Kilogramm — Voraussetzung dafür, dass Bestellungen mit Stückzahlen statt Kilogramm importiert werden können
Artikeltyp
Nein
purchase (Einkauf) oder sale (Verkauf)
Herkunft je Bestellung
Nein
standing (feste Herkunft, Standard) oder perOrder — bei perOrder erhält jede Bestellung eine eigene Kopie des Artikels, sodass eine Artikelnummer je Bestellung eine andere Herkunft tragen kann
Lieferant
Bei Einkaufsartikeln
Lieferantenname (alternativ: Externe Lieferanten-ID). Bei Verkaufsartikeln nicht erforderlich — dort sind Sie selbst der Lieferant. Mehrere Lieferanten je Artikel: dieselbe Artikelnummer in mehreren Zeilen, ein Lieferant je Zeile
Lieferanten-E-Mail
Nein
E-Mail des zugehörigen Lieferanten
Lieferantenland
Nein
Land des Lieferanten — englischer Ländername (z. B. Germany) oder ISO-Code (DE); deutsche Ländernamen werden nicht aufgelöst
Lieferantenadresse
Nein
Adresse des Lieferanten
Externe Lieferanten-ID
Nein
Externe Kennung (Alternative zum Lieferantennamen)
Lassen Sie den HS-Code nicht leer, wenn Sie das EUDR-Modul nutzen. Für Nutzer mit EUDR-Modul ist er beim Anlegen ein Pflichtfeld — über die Oberfläche, die API und den CSV-Import: Legt eine Zeile einen neuen Artikel an, wird sie ohne HS-Code mit einem Fehler abgewiesen. Nutzer, die ausschließlich das PPWR-Modul verwenden, können den HS-Code leer lassen. Zeilen, die einen bereits vorhandenen Artikel aktualisieren, dürfen die Spalte immer leer lassen — der bisherige HS-Code bleibt erhalten. Ein ohne HS-Code angelegter Artikel wird zur manuellen EUDR-Prüfung markiert — er wird nie stillschweigend als „nicht EUDR-relevant” geführt. Einkaufsartikel ohne Lieferant werden beim Import mit einem Zeilenfehler abgewiesen.
Die frühere Spalte Externe Artikelnummer ist nicht mehr Teil der Vorlage. Bestehende Dateien und gespeicherte Spaltenzuordnungen funktionieren weiterhin: Die Spalte wird beim Import weiterhin akzeptiert und in die Kundenartikelnummer (alt) geschrieben. Für neue Dateien wird sie nicht mehr benötigt.
Erstellen Sie eine CSV-Datei mit allen Pflichtfeldern.
2
Spalten zuordnen
Passen Sie die CSV-Importe Einstellungen für Artikel entsprechend ihrer CSV-Datei an.
CSV-Spaltenzuordnung für Artikelimport
3
CSV-Datei aussuchen
Navigieren Sie auf Ihrem Rechner zu Ihrer CSV-Datei und bestätigen Sie diese mit Öffnen
4
Vorschau prüfen & bestätigen
In der Vorschau prüfen Sie die erkannten Zeilen und wählen die zu importierenden Datensätze aus. Bestätigen Sie anschließend den Import.
Lieferanten können beim Artikelimport automatisch mit angelegt werden, wenn sie noch nicht existieren. Das System erkennt Lieferanten anhand des Namens oder der externen ID.
Diese Warnungen erscheinen nach dem Absenden des Formulars. Sie können den Artikel trotzdem über “Trotzdem erstellen” anlegen — oder die Eingabe korrigieren und erneut absenden.
Warnung
Auslöser
Dublette: Name
Es existiert bereits ein aktiver Artikel mit diesem Namen (inkl. dessen Artikelnummer im Hinweis).
Dublette: GTIN/EAN
Ein aktiver Artikel verwendet bereits diese GTIN/EAN.
HS-Code-Abweichung
Der HS-Code passt laut automatischer Plausibilitätsprüfung möglicherweise nicht zu Name und Beschreibung des Artikels.
Die HS-Code-Plausibilitätsprüfung gleicht den eingegebenen HS-Code mit Name und Beschreibung ab. Sie läuft nur beim manuellen Einzelanlegen — nicht beim CSV-Import — und blockiert die Erstellung nie.
Existiert bereits ein Artikel mit derselben internen Artikelnummer, erscheint ein Feldfehler: “Ein Artikel mit dieser internen Nummer existiert bereits.” Die interne Artikelnummer muss eindeutig sein — hier gibt es keine “Trotzdem erstellen”-Option.
Nach dem Import analysiert Polygon One automatisch die HS-Codes Ihrer Artikel und kennzeichnet, welche Produkte unter die EUDR fallen. Produkte mit folgenden Rohstoffen werden als EUDR-relevant markiert:
Rinder
Kakao
Kaffee
Ölpalme
Kautschuk
Soja
Holz
Die Warengruppe (Commodity Group) wird automatisch aus dem HS-Code abgeleitet und in der Artikelübersicht angezeigt.
Automatisch erkannte Rohstoffgruppe eines Artikels
Unter Einstellungen → CSV-Importe → Artikel können Sie Ihre Spaltennamen dauerhaft den Polygon One Feldern zuordnen. Nutzen Sie die REST API für die automatische Synchronisierung Ihrer Artikeldaten — Details in der API-Referenz.