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Übersicht

Der aktuelle Parzellenimport in Polygon One ist ein stufiger Prüfworkflow. Sie laden nicht einfach nur eine Datei hoch, sondern sehen vor dem endgültigen Import eine strukturierte Vorschau mit Hinweisen zu Präzision, Länderplausibilität und einzelnen Problemzeilen. Sie öffnen diesen Workflow in der Regel über Parzellen importieren. Im Lieferantenportal wird derselbe technische Kern verwendet, dort jedoch mit strengeren Einschränkungen für Lieferanten.

Mit der Vorlage anfangen

Bevor Sie eine eigene Datei bauen, holen Sie sich über Vorlage herunterladen das passende Gerüst:
  • Excel-Vorlage herunterladen (empfohlen) — eine .xlsx mit dem Blatt Import und einem zweiten Blatt Anleitung, das je Spalte Pflichtstatus, Beschreibung und zulässige Werte nennt.
  • CSV-Vorlage herunterladen — dieselben Spalten als Textdatei.
Die Vorlage enthält die Spalten Name, Geometrie, Breitengrad, Längengrad, Warengruppe, Produktionsbeginn, Produktionsende, Gebräuchlicher Name, Wissenschaftlicher Name, Land, Erzeuger und Größe (ha). In ihren beiden Beispielzeilen steht die Geometrie als WKT in der Spalte Geometrie, einmal als Punkt und einmal als Polygon; Breitengrad und Längengrad bleiben dort leer. Die beiden Koordinatenspalten sind die Alternative, wenn Sie keine WKT-Geometrie haben.

Unterstützte Dateiformate

  • GeoJSON und .json
  • CSV
  • Excel (.xlsx, .xls)
Polygon One erkennt je nach Datei unter anderem:
  • GeoJSON-Geometrien
  • WKT-Geometriespalten (Punkt, Multipunkt, Polygon, Multipolygon)
  • Punktlisten mit Breiten- und Längengrad
  • Eigenschaften wie Flächenname, Land, Erzeuger und Produktionsdaten
Shapefiles werden nicht gelesen. Öffnen Sie sie in QGIS und exportieren Sie sie zuerst als GeoJSON — der Hinweis steht auch im Upload-Dialog.Koordinaten werden ausschließlich als Dezimalgrad erwartet. Grad/Minuten/Sekunden werden nicht erkannt.

Dezimalkomma

In einer mit Semikolon getrennten CSV dürfen Breiten- und Längengrad sowie die Flächengröße ein Dezimalkomma tragen: -15,654321 wird korrekt gelesen. Mehrdeutige Zellen wie 1,234 — Komma als Dezimaltrenner oder als Tausenderpunkt? — bleiben bewusst unangetastet und fallen als ungültige Koordinate auf, statt stillschweigend in eine falsche Zahl umgedeutet zu werden. In komma-getrennten CSV-Dateien und in Excel-Dateien gilt das nicht. Verwenden Sie dort den Punkt als Dezimaltrenner. Das gilt nur für Koordinaten: Eine unlesbare Größe (ha) meldet sich nicht, sie bleibt schlicht leer — und fällt erst später auf, wenn eine Punktparzelle ohne Fläche nicht importiert werden kann.

Datumsangaben

Produktionsbeginn und Produktionsende werden tagesgenau gelesen, in TT.MM.JJJJ (immer Tag zuerst) oder JJJJ-MM-TT — also 01.03.2026 oder 2026-03-01. Eine angehängte Uhrzeit, wie ERP-Exporte sie schreiben (01.03.2026 00:00:00), wird verworfen; ein zweistelliges Jahr liest die App wie Excel (00–29 als 2000er, 30–99 als 1900er). Das gilt für Tabellendateien ebenso wie für GeoJSON-Eigenschaften.
Schrägstrich-Datumsangaben werden abgewiesen, nicht geraten. 03/01/2026 kann der 3. Januar oder der 1. März sein; Polygon One entscheidet das nicht für Sie. Die betroffene Zeile landet stattdessen als Fehlerzeile im Problemregister — der Produktionszeitraum wird nicht stillschweigend weggelassen. Gelesen wird auch eine ISO-Angabe mit Uhrzeit (2026-03-01T00:00:00, mit oder ohne abschließendes Z); abgewiesen wird nur ein ausgeschriebener Zeitzonen-Versatz wie +02:00, weil ein Produktionsdatum ein Kalendertag ist. Stellen Sie die Datumsspalten Ihrer Quelldatei vor dem Hochladen auf eine der beiden erlaubten Schreibweisen um.

Der Ablauf im Detail

1

Lieferant und Artikel zuweisen

Ordnen Sie den Import zunächst einem Lieferanten und den betroffenen Artikeln zu. Diese Zuordnung steuert, für welche Lieferanten-Artikel-Kombination die Flächen später in Compliance, Karte und DDS verfügbar sind.
2

Datei hochladen

Laden Sie die Datei hoch. Polygon One akzeptiert GeoJSON, CSV und Excel und verarbeitet den Upload zunächst in einer vorbereiteten Vorschau statt sofort im Produktivbestand.
3

Erkannte Spalten und Mapping prüfen

Das System erkennt Dateiformat und Spalten weitgehend automatisch. Über Spaltenzuordnung anpassen korrigieren Sie sie, wenn die Datei ungewöhnliche Überschriften verwendet — für:
  • Parzellenname
  • Land
  • Erzeuger / Produzent
  • Produktionsbeginn und Produktionsende
  • Fläche / Größe bei Punkt-Geometrien
  • Geometriespalte oder Breitengrad-Spalte und Längengrad-Spalte — entweder/oder, nie beides
  • Koordinatenreihenfolge
Findet die Erkennung gar keine Koordinaten, wird die Datei nicht abgewiesen. Stattdessen öffnet sich die Spaltenauswahl mit dem Hinweis „Wir konnten nicht erkennen, welche Spalten dieser Datei die Koordinaten enthalten. Mit der Datei ist nichts falsch — wählen Sie die Koordinatenspalten aus, dann lesen wir sie erneut ein.” Sie wählen die beiden Spalten aus; die bereits hochgeladene Datei wird ohne erneuten Upload neu gelesen.
4

Prüfpanel lesen und Entscheidungen treffen

Nach dem Staging sehen Sie eine Prüfoberfläche mit:
  • Länder-Plausibilitätsprüfung bei Koordinaten außerhalb des erwarteten Erzeugerlandes
  • Präzisionshistogramm für die Koordinaten
  • Normalisierungswarnungen wie automatisch korrigierte Koordinatenreihenfolge oder entfernte Polygonlöcher
  • Problemregister mit Fehlerzeilen und Präzisionszeilen
  • Suche, Tabs und Export für die Problemliste
5

Import bestätigen

Vor dem finalen Import sehen Sie eine Zusammenfassung, wie viele Flächen:
  • direkt sauber importiert werden
  • mit bestätigter niedriger Präzision importiert werden
  • bewusst übersprungen werden

Zeilenweise Entscheidungen

Bei markierten Zeilen stehen je nach Datenlage folgende Entscheidungen zur Verfügung:
Niedrige Präzision bedeutet nicht automatisch falsche Geodaten. Die Vorschau trennt bewusst zwischen fachlicher Plausibilität und Format-/Präzisionsfragen.

Sammelaktionen und Problemliste

Für größere Dateien bietet der Workflow zusätzliche Sammelaktionen:
  • Alle markierten bestätigen & auffüllen
  • Ungenaue Parzellen unter 2 ha überspringen
  • Entscheidungen zurücksetzen
  • Problemliste exportieren
Der Export ist besonders hilfreich, wenn Sie Problemzeilen mit Ihrem Lieferanten oder Datenprovider außerhalb der Plattform bereinigen möchten.

Zeilen, die gar nicht erst importiert werden

Manche Zeilen weist der Import beim Bestätigen ab und führt sie danach unter Nicht importierte Zeilen auf — jede mit ihrem eigenen Grund:

Erneuter Import derselben Fläche

Importieren Sie eine Fläche, die es bereits gibt — gleicher Name, gleiches Land, gleiche Geometrie und gleiche Artikelzuordnung —, wird die Zeile nicht verworfen. Korrigierte Angaben werden übernommen:
  • Erzeugername, Produktionsbeginn, Produktionsende und Art (wissenschaftlicher Name) werden aktualisiert, wenn die Datei dazu einen Wert liefert.
  • Ein in der Datei leeres Feld überschreibt nichts — eine vorhandene Angabe bleibt erhalten.
  • Geometrie, Land, Name und Artikelzuordnung bleiben unangetastet. Das ist eine Korrektur der Deklaration, kein neuer Zuschnitt.

Was am Ende dasteht

Die Abschlussmeldung nennt vier Zähler getrennt — „Erstellt: …”, „Aktualisiert: …”, „Unverändert: …” und „Nicht importiert: …”. Ein erneuter Import ohne inhaltliche Änderung schreibt nichts und zählt als unverändert; das ist kein Fehler. Die Überschrift fasst den Lauf zusammen: Import abgeschlossen, wenn keine Zeile abgewiesen wurde, Import teilweise abgeschlossen, wenn ein Teil abgewiesen wurde, und Import nicht abgeschlossen, wenn jede versuchte Zeile abgewiesen wurde. Wurde nichts abgewiesen und zugleich nichts erstellt oder aktualisiert, heißt es Keine Änderungen vorgenommen. Erstellte und aktualisierte Parzellen bleiben in jedem Fall gespeichert — der Lauf wird nicht zurückgerollt. Zeilen, die Sie im Prüfpanel übersprungen haben, zählen dabei als unverändert — sie verhindern ein Import abgeschlossen nicht. Gab es abgewiesene Zeilen, stehen sie darunter unter Nicht importierte Zeilen, jede mit ihrem Grund; bei langen Listen endet sie mit „… und … weitere Zeilen”.
Das ist der einfachste Weg, einen falschen Produktionszeitraum oder einen fehlenden Erzeugernamen über viele Parzellen hinweg zu korrigieren: Datei berichtigen, erneut importieren, Zähler „Aktualisiert” prüfen. Welche Flächen betroffen waren, hält das Audit-Log unter „Aktualisierte Flächen” fest.

Nach dem Import

Nach erfolgreichem Import verwalten Sie die Flächen in zwei Bereichen:

Parzellen

Tabellenansicht mit Filtern, Präzisionsprüfung, Massenaktionen und Exporten.

Karte

Geografische Kontrolle, Detailprüfung und Risikobetrachtung auf der Karte.
Wenn eine Datei viele Problemzeilen enthält, exportieren Sie zuerst die Problemliste, bereinigen Sie die Quelle außerhalb von Polygon One und laden Sie den korrigierten Batch erneut hoch. Das ist meist schneller als ein komplett manueller Einzelabgleich.