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Die kurze Antwort

Es gibt in Polygon One drei verschiedene Gewichte an drei verschiedenen Stellen. Sie beantworten unterschiedliche Fragen — verwechseln Sie sie nicht:
Beispiel Bilderrahmen aus Holz und Glas, 1,2 kg gesamt, davon 0,7 kg Holz:
  • Artikel → Gewicht pro Stück (kg) = 1.2
  • Stückliste → Zeile „Holzrahmen”, Gewicht (kg) = 0.7; Zeile „Glasscheibe”, Gewicht (kg) = 0.5
  • DDS → Menge (kg) = die Nettomasse des vollständigen Bilderrahmens ohne Verpackung, also 1,2 kg je Rahmen mal Stückzahl

1. „Gewicht pro Stück (kg)” am Artikel

Dieses Feld ist ein Umrechnungsfaktor, keine Bestätigung der EUDR-Konformität. Enthält eine Bestellzeile eine Stückzahl, aber keine Menge, rechnet Polygon One mit Stückzahl × Gewicht pro Stück in Kilogramm um. Das gilt beim manuellen Erstellen, beim Bestellimport und über die API. Eine ausdrücklich angegebene Menge in kg hat Vorrang; sie wird nicht zusätzlich mit dem Stückgewicht multipliziert.
Tragen Sie hier die Nettomasse des ganzen Artikels ohne Verpackung ein, nicht nur den Holzanteil. Sonst rechnet jeder Bestellimport mit Stückzahlen zu niedrige Mengen aus.
Das Feld ist optional. Wenn Sie Ihre Bestellungen ohnehin in Kilogramm importieren, können Sie es leer lassen. Sie finden es beim Anlegen und Bearbeiten eines Artikels sowie als Spalte kg/Stück in der Artikelliste. Im Artikelimport heißt die Spalte Gewicht pro Stück (kg).

Fehlendes Gewicht und spätere Änderungen

Fehlt das Stückgewicht, kann eine Bestellung mit Stückzahl zunächst mit 0 kg gespeichert werden und zeigt einen Hinweis auf das fehlende Gewicht. Das ist keine belastbare DDS-Menge. Ergänzen Sie das Stückgewicht und öffnen Sie die DDS-Vorbereitung erneut: Bei solchen 0-kg-Zeilen wird die Menge aus Stückzahl und aktuellem Stückgewicht neu ermittelt. Bereits gespeicherte positive kg-Mengen werden durch eine Änderung am Artikelgewicht nicht rückwirkend neu berechnet. Prüfen und korrigieren Sie die betroffenen Bestell- und DDS-Mengen ausdrücklich. Das Artikelgewicht muss größer als 0 sein. Im Bearbeiten-Dialog löscht ein leeres Feld das Gewicht; eine leere Gewichtszelle beim Artikelimport behält den bisherigen Wert. Für Dezimalzeichen gelten die Dateiformat-Regeln im Artikelimport.

2. „Gewicht (kg)” je Material in der Stückliste

Hier gehört der Materialanteil hin. Die Stückliste beschreibt, woraus ein zusammengesetzter Artikel besteht — jede Zeile ein Material, mit HS-Code oder Warengruppe und optional dem Gewicht. Die Stückliste bestimmt in Polygon One die EUDR-Einstufung des Artikels: Sobald ein Material relevant ist, wird der Artikel als EUDR-relevant geführt. Eine offene manuelle Materialprüfung bleibt dabei eine offene Prüfung. Das Gewicht ist optional, muss bei Angabe mindestens 0 sein und dokumentiert die Zusammensetzung; es bestätigt weder Herkunft noch Konformität.
Das Materialgewicht wird nicht automatisch in die DDS übernommen. Die Stückliste dokumentiert Materialanteile. Die DDS-Vorbereitung kann Mengen aus einer Bestellung vorbelegen; prüfen Sie diese oder tragen Sie die Menge selbst ein. Die Stückliste wird dafür nicht hochgerechnet.
Das Gewicht je Material lässt sich nur über den Stücklisten-Import erfassen; das Formular Materialzusammensetzung (optional) im Artikel hat kein Gewichtsfeld. Siehe Import oder Stückliste?.

3. „Menge (kg)” im DDS-Assistenten

Das ist das Gewicht, das tatsächlich an EU TRACES übermittelt wird. Bei Import- und Export-DDS ist es ein Pflichtwert — ohne ihn ist keine Einreichung möglich. Die Menge beschreibt die Nettomasse des relevanten Erzeugnisses ohne Verpackung, die über diese DDS abgesichert werden soll. Bei 1.000 Bilderrahmen mit je 1,2 kg Gesamtgewicht ohne Verpackung tragen Sie daher 1.200 kg ein — nicht nur die 700 kg Holzanteil. Die EU-Kommission erläutert die Mengenangaben und ergänzenden Einheiten. Prüfen Sie vor der Einreichung Produkt, HS-Code, Einheit und Nettomasse gemeinsam.
Ein zu hoch angesetztes Volumen ist keine „sichere” Wahl: Polygon One verfolgt das zugewiesene Volumen gegen das Gesamtvolumen der DDS. Eine überhöhte Menge verzerrt diese Kapazitätsrechnung.

Was tun bei mehreren EUDR-Rohstoffen im selben Artikel?

Enthält ein einzelner Artikel Materialien aus mehreren EUDR-Rohstoffgruppen (z. B. Holz und Kautschuk), zeigt Polygon One im Artikel den Hinweis „Mehrere EUDR-Rohstoffe erkannt”. Der Artikel speichert für die DDS-Erzeugung einen primären Rohstoff. Die zusätzlichen Materialgruppen werden dadurch nicht automatisch zu eigenen DDS-Positionen. Dokumentieren Sie die Materialanteile und prüfen Sie vor der DDS-Erstellung die erforderliche Abbildung des Produkts. Der Hinweis bedeutet nicht, dass zusätzliche Rohstoffe oder zugehörige Nachweise pauschal entfallen. Er betrifft einen zusammengesetzten Artikel; er ist keine allgemeine Aussage über DDS mit mehreren Artikelpositionen.

Weitere Mengenangaben an der Bestellung

Neben Menge (kg) und Stückzahl kennt der Bestellimport zwei Spalten, die ausschließlich der DDS dienen: Diese Werte ersetzen die Menge in kg nicht, sie ergänzen sie. Details unter DDS Eingehend im Abschnitt „Ergänzende Maßeinheit (Anhang I)”.

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