Übersicht
Polygon One zeigt an einem Artikel zwei voneinander unabhängige Angaben:- EUDR-relevant — fällt dieser Artikel überhaupt unter die Verordnung?
- Compliance — ist die Sorgfaltspflicht für diesen Artikel erfüllt?
Parzellen- und DDS-Status sind eigene Wertelisten. Sie finden sie unter Risikoanalyse (Abschnitt „Flächenstatus nach Analyse”) bzw. DDS Eingehend.
EUDR-Relevanz (Spalte „EUDR-relevant” an Artikeln)
Die Relevanz wird automatisch aus dem HS-Code abgeleitet, sobald ein Artikel angelegt wird — siehe EUDR Betroffenheitscheck.
In den Filtern der Artikelliste heißen diese drei Zustände EUDR-relevant, Nicht EUDR-relevant und Manuelle Prüfung erforderlich.
Compliance-Status (Spalte „Compliance” an Artikeln und Lieferanten)
Dies ist die gemeinsame Werteliste für Artikel, Lieferanten und Parzellen. Sie hat genau sieben Werte.Häufigster Fall: „Unbekannt”
Unbekannt ist kein Fehler, sondern der Ausgangszustand: Es liegen schlicht noch nicht genug Daten vor. Typische Auslöser:- Für den Artikel wurden noch keine Produktionsflächen hinterlegt.
- Die Produktionszeiträume der Flächen fehlen (Art. 9 Abs. 1 lit. d EUDR).
- Der Fragebogen zur rechtlichen Compliance ist noch nicht vollständig beantwortet.
„Nicht erforderlich (vor dem Stichtag)”
Der EUDR-Stichtag ist der 31. Dezember 2020. Liegt bei allen Flächen eines Artikels das Ende des Produktionszeitraums vor dem 1. Januar 2021, gilt der Artikel als nicht bewertungspflichtig. Für die Weiterverarbeitung zählt dieser Status genauso wie Konform.Wie der Gesamtstatus entsteht
Polygon One bewertet zwei Säulen getrennt — Geo-Compliance (Satellitenanalyse der Flächen) und rechtliche Compliance (Fragebogen und Dokumente) — und fasst sie danach zusammen:1
Beide Säulen müssen erfüllt sein
Nur wenn Geo und Recht jeweils „Konform” oder „Nicht erforderlich (vor dem Stichtag)” sind, wird der Gesamtstatus konform. Das entspricht Art. 3 EUDR.
2
Sonst gewinnt der schlechteste Status
Werden mehrere Ergebnisse zusammengefasst (z. B. mehrere Parzellen zu einem Artikel oder mehrere Artikel zu einem Lieferanten), setzt sich in dieser Reihenfolge der schlechtere Wert durch:Nicht konform → Ungültig → Prüfung ausstehend → Unbekannt → Konform → Nicht erforderlich (vor dem Stichtag)
Deshalb kann eine einzige unvollständige Parzelle einen ansonsten sauberen Artikel auf Unbekannt ziehen, und ein einziger nicht behobener Befund den ganzen Lieferanten auf Nicht konform. Öffnen Sie den Eintrag, um zu sehen, welche Position den Status bestimmt.
Lieferantenstatus (Spalte „Status” in der Lieferantenliste)
Dieser Status beschreibt nur die Datenlage, nicht die Konformität. Die Konformität steht daneben in der Spalte Compliance.„Daten unvollständig” ist der Startwert jedes neuen Lieferanten. Er wechselt automatisch auf Daten vollständig, sobald für jeden zugeordneten Artikel beide Analysen ein Ergebnis geliefert haben — Sie müssen dafür nichts bestätigen. Solange auch nur ein Artikel offen ist, bleibt der Lieferant auf „Daten unvollständig”.
1
Lieferant öffnen
Prüfen Sie, welche Artikel dem Lieferanten zugeordnet sind. Auch ein nicht mehr benötigter, aber noch verknüpfter Artikel hält den Status offen.
2
Offene Artikel identifizieren
Filtern Sie die Artikelliste auf den Compliance-Status Unbekannt. Das sind die Artikel ohne vollständiges Ergebnis.
3
Fehlende Daten anfordern
Fordern Sie die fehlenden Geodaten bzw. rechtlichen Angaben über Informationen anfordern beim Lieferanten an — siehe Lieferanten-Onboarding.
Die Statusliste der Lieferantenfilter enthält zusätzlich den Wert DDS eingereicht. In der Praxis vergibt das System heute nur Daten unvollständig und Daten vollständig; der Einreichungsstand einer DDS steht am DDS-Datensatz selbst.
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Die eigenständige Statusliste der Sorgfaltspflichterklärungen.